Der Sportbootführerschein See gilt auf den Seeschifffahrtsstraßen: an der Küste und in den Flussmündungen bis zu festgelegten Punkten. Hier lernst du alle 285 amtlichen Fragen und 15 Navigationsaufgaben dafür, jede mit Erklärung, Merksatz und Video. Kostenlos, ohne Konto.
Wann brauchst du den SBF See?
Es kommt nicht darauf an, ob das Wasser salzig ist, sondern welche Wasserstraße es ist. Seeschifffahrtsstraßen sind die Küstengewässer und die Mündungen bis zu festgelegten Punkten. Auf der Weser liegt dieser Punkt an der Eisenbahnbrücke in Bremen, auf der Elbe an der Grenze des Hamburger Hafens. Flussaufwärts davon gilt der SBF Binnen.
Einen Schein brauchst du, sobald der Motor mehr als 11,03 kW leistet, also 15 PS. Das gilt auch für ein Segelboot mit so einem Motor und für den Jetski, amtlich Wassermotorrad. Bei Elektromotoren liegt die Grenze derzeit bei 7,5 kW Dauerleistung.
Wer im Ausland chartern will, braucht am Mittelmeer meist den Seeschein. Er gilt dort aber nicht automatisch, jedes Land entscheidet selbst, welche Scheine es anerkennt.
So läuft die Theorieprüfung
- Fragebogen
- 30 Fragen zum Ankreuzen, je vier Antworten, genau eine richtig: 7 Basisfragen und 23 Fragen See.
- Navigation
- Eine der 15 amtlichen Navigationsaufgaben, gelöst in der Übungskarte D49, mit neun Teilaufgaben.
- Zeit
- 60 Minuten für Fragebogen und Navigation zusammen. Hast du den Binnenschein schon, 50 Minuten.
- Bestanden
- Mindestens 5 von 7 Basisfragen, 18 von 23 Fragen See und 7 von 9 Teilaufgaben der Navigation. Jeder Teil zählt für sich.
- Zweiter Schein
- Hast du den SBF Binnen schon, bekommst du keine Basisfragen mehr. Machst du beide zusammen, lernst du sie nur einmal.
Mehr dazu im Logbuch: Wie viele Fehler darf man machen? und Navigationsaufgabe Schritt für Schritt.
Für die Rechenschritte der Navigationsaufgabe gibt es den Navigationstrainer mit immer neuen Aufgaben zu Kurs, Peilung und Fahrzeit.
Anmeldung und Praxisprüfung
Den Antrag auf Zulassung stellst du beim Prüfungsausschuss, meist über deine Bootsschule. Du brauchst ein Passbild, ein ärztliches Zeugnis über Sehen, Farbsehen und Hören und deinen Autoführerschein. Hast du keinen, reichst du ein Führungszeugnis ein. Du musst mindestens 16 Jahre alt sein.
In der Praxisprüfung sitzt ein Prüfer mit im Boot. Pflicht sind Ablegen, Anlegen und das Rettungsmanöver bei Mensch über Bord, auf See dazu Steuern nach Kompass und Peilen. Dazu kommen weitere Aufgaben und Knoten. Das Boot ist fast immer das deiner Bootsschule.
Alle Teilprüfungen müssen innerhalb eines Jahres nach der ersten bestanden sein. Den fertigen Schein musst du nie verlängern, er gilt ein Leben lang.
Häufige Fragen
Wie viele Fragen hat der SBF See?
Der amtliche Katalog hat 285 Fragen zum Ankreuzen: 72 Basisfragen und 213 Fragen See. Dazu kommen 15 Navigationsaufgaben. In der Prüfung bekommst du 30 Fragen und eine Navigationsaufgabe.
Wie viele Fehler darf ich im SBF See machen?
Bei den 7 Basisfragen 2, bei den 23 Fragen See 5 und bei der Navigationsaufgabe 2 von 9 Teilaufgaben. Jeder Teil zählt für sich, Punkte lassen sich nicht ausgleichen.
Ab wann brauche ich den SBF See?
Auf Seeschifffahrtsstraßen, sobald der Motor mehr als 11,03 kW leistet, also 15 PS. Bei Elektromotoren liegt die Grenze derzeit bei 7,5 kW Dauerleistung. Das gilt auch für ein Segelboot mit so einem Motor und für den Jetski.
Brauche ich auf Elbe und Weser den SBF See oder den SBF Binnen?
Es kommt auf die Stelle an. Auf der Elbe beginnt die Seeschifffahrtsstraße an der Grenze des Hamburger Hafens, auf der Weser an der Eisenbahnbrücke in Bremen. Flussaufwärts davon brauchst du den SBF Binnen. Wer über diese Punkte hinaus fährt, braucht beide.
Wie alt muss ich für den SBF See sein?
Mindestens 16 Jahre. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.
Muss ich den SBF See verlängern?
Nein. Der Schein gilt ein Leben lang.
Gilt der SBF See im Ausland?
Nicht automatisch. Die Karte ist zugleich ein ICC (International Certificate for Operators of Pleasure Craft), aber jedes Land entscheidet selbst, welche Scheine es anerkennt. Zum Chartern am Mittelmeer brauchst du meist den Seeschein.